Konzept

Eine Baugemeinschaft ist der Zusammenschluss mehrerer privater Bauherren, die gemeinsam Wohnungen oder Häuser planen und bauen. Neuere Projekte beschäftigen sich auch mit dem gemeinsamen Bau von Mietwohnungen oder den Erwerb von bestehenden ländlichen Anwesen. Die gängige Rechtsform dafür ist die Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR).

Die Zahlungen der Bauherren erfolgen immer erst dann, wenn eine Leistung erbracht wurde. Die für jede Partei anfallenden Kosten entsprechen dem jeweiligen Anteil an der Wohnfläche des gesamten Gebäudes. Sonderwünsche werden separat abgerechnet. Alle Bauherren sind nach Fertigstellung des Hauses Eigentümer ihrer Wohnung - ihres individuellen Wohneigentums. Mit Bezug entsteht eine Eigentümergemeinschaft, wie in allen anderen Wohnhäusern auch.

Die einzelnen Phasen einer Baugemeinschaft gestalten sich folgendermaßen:

  • Im ersten Schritt wird bei einer Stadt oder bei einem privaten Grundstückseigentümer ein Baugrundstück reserviert.
  • Basierend auf den Wünschen der Bauherren erfolgt als nächstes die Projektentwicklung. Das Haus wird entworfen, die Kosten werden kalkuliert und die ersten Verträge erstellt. Erst dann entscheidet sich jeder Bauherr für eine Wohnung und die Baugemeinschaft wird gegründet.
  • Im Anschluss gestaltet jeder Bauherr gemeinsam mit den Architekten individuell die Ausstattung der eigenen Wohnung und plant mit der Baugemeinschaft zusammen das Gemeinschaftseigentum.
  • Nachdem für jede Wohnung eine Finanzierung vorliegt, wird das Grundstück gekauft. Die Bauphase kann beginnen und die einzelnen Handwerker werden beauftragt.